<img height="1" width="1" style="display:none" src="https://www.facebook.com/tr?id=1388697711229508&amp;ev=PageView&amp;noscript=1">
Thema auswählen

9 Tipps für einen guten Ausbildungsbetrieb

Team Mitarbeiter & Kollegen
Team Mitarbeiter & Kollegen, 17.08.17 16:11

Das Thema Nachwuchs im Handwerk hat das Baubüro Magazin unter anderem schon mit Autor und Digitalisierungsverfechter Jörg Mosler besprochen. In unserem Interview mit ihm ging es vor allen Dingen um die Möglichkeiten, Auszubildende online auf sich aufmerksam zu machen. Doch neben einer Onlinepräsenz sind noch weitere Aspekte wichtig, um eine neue Generation von Handwerkern für sich und einen Ausbildungsplatz zu begeistern.

 Ausbildung im Handwerk: Wir geben Ihnen Tipps

Wenn Sie für Ihr Unternehmen nach Azubis suchen, sind sie nicht alleine. Im vergangenen Jahr blieben in ganz Deutschland 172.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das hat mit dem generellen Rückgang von Azubis zu tun. Die Konkurrenz um die Auszubildenden wird jedes Jahr größer. Gepaart mit dem Fachkräftemangel im Handwerk in Deutschland kann das einen Betrieb schnell in Bedrängnis bringen.

Um junge Leute davon zu überzeugen, eine Ausbildung bei Ihnen zu beginnen, müssen Sie ein attraktives Gesamtpaket liefern. Wir zeigen Ihnen, auf welche Punkte Sie auf jeden Fall achten müssen. An dieser Stelle auch schon mal ein Hinweis auf unser kommendes Interview mit Maler- und Lackierer-Azubine Jessica Jörges, die über ihre Lehre bloggt und mit uns darüber spricht, was eine Ausbildung für junge Menschen attraktiv macht. Seien Sie gespannt.

Diese folgenden Punkte sollten Sie als Ausbildungsbetrieb unbedingt beachten. Wir lifern Ihnen neun Tipps für einen guten Ausbildungsbetrieb. Neben den Grundlagen für eine handwerkliche Ausbildung gibt es einige allgemeine Dinge zu beachten. Azubis finden leicht gemacht mit dem Baubüro Magazin.

Bieten Sie eine gute Betreuung an

Sie sollten Ihren Azubis einen Ansprechpartner zur Seite stellen, der sie bei allen Fragen berät und ihnen Hilfestellung geben kann. Einzelne Arbeitsschritte werden am besten ausführlich erklärt, werfen Sie Ihre neuen Mitarbeiter nicht komplett ins kalte Wasser. Versuchen Sie, den jungen Kollegen Selbstbewusstsein einzuimpfen. Diese sollten ganz genau wissen, warum und wofür welche Tätigkeit in der Ausbildung gebraucht wird. Individuelle Betreuung und Beratung sind Teil einer guten Ausbildung.

Sie ermöglichen vielseitige Einblicke

In bestimmte Bereiche reinzuschnuppern ist wichtig – versuchen Sie Ihr Unternehmen von vielen Seiten zu zeigen. Unterschiedliche Abteilungen kennenzulernen, wenn es denn welche gibt, erweitert auch die Identifizierung mit dem Betrieb. Während der Ausbildung sollte ein roter Faden zu erkennen sein, der auch für die Azubis immer ersichtlich ist. In einer guten Ausbildung herrscht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis. Der Bezug zum Berufsleben ist klar – auch über den Ausbildungsbetrieb hinaus.

VHV Kautionsversicherungsantrag für Handwerker

Bereiten Sie die Azubis auf ihre Prüfungen vor

 Ihr Unternehmen sollte den Lehrlingen für alle Prüfungen, die sie für ihren Ausbildungsabschluss bewältigen müssen, zur Hand gehen. Mögliche Inhalte von Prüfungen sollten dem Azubi schon während der Ausbildung begegnet sein. Sprechen Sie mit den jungen Mitarbeitern auch über deren Berufsschulnoten und zeigen Sie Interesse für die Ergebnisse in der Berufsschule Denn auch die Theorie im Ausbildungsberuf muss richtig verinnerlicht werden.

Geben Sie Rückmeldungen

Als Ausbilder sollten Sie oder Ihre Angestellten viel Feedback geben. Verbesserungsvorschläge und Lob sind beides gleichermaßen von Wichtigkeit. Im laufenden Betrieb genauso wie in dafür vorgesehenen Gespräch. Im Beurteilungsgespräch sollten Sie sich als Ausbilder genügend Zeit nehmen. Wichtig zu wissen für Azubis ist auch immer, wie es mit der Ausbildung weitergeht.

Überstunden für Azubis?

Die vereinbarte Arbeitszeit im Ausbildungsvertrag sollte eingehalten werden. Außerdem: Ein seriöser Ausbildungsbetrieb entlohnt seine Azubis nach Tarif. Denn auch Ihre Auszubildenden tragen einen Teil zur Erwirtschaftung des Umsatzes bei, das sollte finanziell gewürdigt werden.

Sorgen Sie für ein gutes Betriebsklima

Und zwar nicht nur für die Azubis, sondern auch für sich und den Rest der Belegschaft. Sie legen Wert auf Auszubildende und zeigen diesen das. Da kann auch mal ein Fehler passieren, trotzdem binden die Kollegen die jungen Mitarbeiter in ihre Arbeit mit ein. Nicht nur der Ausbilder geben ihr Wissen weiter, auch der Rest des Betriebes hilft den Lehrlingen im Tagesgeschäft mit Rat und Tat. Das ist nur möglich in einem Ausbildungsbetrieb, der von Respekt und Vertrauen zwischen Ausbilder und Auszubildendem geprägt ist. Ein Klima, in dem Azubis und ihre Arbeit Wertschätzung erfahren werden, ist unerlässlich für die Ausbildung.

Sprechen Sie Übernahmechancen offen an

Sie möchten gute Auszubildende bei sich halten – Sie stellen die Azubis schließlich im Normalfall ein, um sie später einmal zu übernehmen. Seien Sie ehrlich zu sich und den Bewerbern: Besteht eine realistische Möglichkeit, die Auszubildenden nach der Ausbildung übernommen zu werden? Hierbei spielt natürlich auch die Betriebsgröße und Auftragslage eine Rolle.

Hören Sie den Azubis zu

Sie wollen ein Wohlfühlbetrieb sein. Nehmen Sie Meinungen, Anregungen und Kritik Ihrer Azubis ernst. Gemeinsam kann man neue Wege gehen und Lösungen erarbeiten, sollte es zu einem Problem kommen. Ein Ausbildungsbetrieb sollte das aktive Problemlösen und Denken fördern und fordern. Bestehendes darf auch kritisch hinterfragt werden. Dabei spielt Alter und Länge der Betriebszugehörigkeit keine Rolle.

Die Inhalte der Ausbildung sollten aktuell sein

Egal, wie groß die Tradition Ihres Handwerksbetriebs sein mag – versuchen Sie immer, am Puls der Zeit zu sein. Denn wenn jemand das definitiv ist, sind es die Auszubildenden. Sehen Sie zu, dass der Betrieb eine Ausbildung bietet, die auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Weitere Artikel

Stolpern, Stürzen und Schlimmeres: Richtig Handeln bei Arbeitsunfällen

Es kann so schnell passieren: ein falscher Schritt, eine ungeschickte Bewegung oder eine verstecke Stolperfalle und „zack!“...

Smartphone am Arbeitsplatz: Helfer im Büro-Alltag oder Zeitfresser?

Aus dem Alltag der meisten Menschen sind Smartphones heute nicht mehr wegzudenken, alle 18 Minuten werfen wir im...

Mitarbeiter Motivation: So holen Sie das Beste aus Ihren Kollegen raus

Das Herzstück eines jeden Unternehmens sind motivierte Mitarbeiter, die gerne zu Ihrer Arbeit kommen und sich als Teil des...