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Kostenvoranschlag und Angebot erstellen: Das müssen Sie wissen

Team Kunde & Erfolg
Team Kunde & Erfolg, 30.08.17 11:47

Das Stellen von Angeboten gehört zu Ihren täglichen Aufgaben im Job. Genauso wie der Umgang mit dem Kostenvoranschlag. Doch wo liegt der eigentlich der Unterschied? Welches von beiden ist rechtlich bindend? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei einem Angebot und einem Kostenvoranschlag achten müssen.

Angebot oder KVA - was ist im Handwerk rechtlich bindend?
 

Zunächst die Antwort auf die wichtigste Frage:  Ein Angebot ist nach geltendem Recht verbindlich! Ist es einmal abgegeben, ist eine Abweichung davon ausgeschlossen. Daher sollten Sie ein Angebot immer gut durchrechnen – eine Neuverhandlung oder Erhöhung der abgemachten Preise und Kosten ist an sich nicht möglich.

Der Kostenvoranschlag (KVA) hingegen ist ein unverbindlicher Ausblick auf die möglichen Kosten, die Ihrem Auftraggeber entstehen. Er dient als erste Orientierung. Sollten alle Parameter, die im KVA angesprochen werden, auch im weiteren Verlauf der Angebotserstellung gleichbleiben, spricht nichts dagegen, dass der KVA später auch genau dem Angebot entspricht. Aber Achtung: Wenn Sie die Summen im Voranschlag garantieren, gelten die Preise natürlich. Es empfiehlt sich, mit einer Garantie bis zum Angebot zu warten.

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Dennoch ist es nicht nur ein Gebot der Fairness, eine realistische Rechnung im KVA anzustellen. Den Kostenvoranschlag kleinzurechnen, um den Auftraggeber von einer Unterschrift zu überzeugen, und dann nachher groß Kosten aufzuschlagen, ist nicht erlaubt. Die Abweichung darf laut Bundesgerichtshof höchstens 20 Prozent betragen. Änderungen müssen Sie außerdem dem Auftraggeber direkt mitteilen. Die KVA-Erstellung können Sie sich auch bezahlen lassen, aber auch das muss dem Kunden vorher mitgeteilt werden. Ansonsten gilt grundsätzlich: Voranschläge sind kostenlos.

Wie sollten Sie vorgehen?

Der KVA macht definitiv für beide Seiten eines Deals Sinn. So können Sie und auch Ihr potenzieller Kunden sicher sein, worum es beim Auftrag überhaupt geht. In vielen Fällen ist vor einem bindenden Angebot auch eine genaue Besichtigung nötig, damit Sie sich sicher sein können, welche Arbeiten in welchem Umfang anstehen. In Vorhinein können Sie dann schon mal einen Voranschlag aus den bislang vorliegenden Daten zusammenbasteln. Vor Ort gibt es dann die Möglichkeit, den KVA gemeinsam mit dem Kunden zu einem Angebot auszufertigen. Wie schon angesprochen, sollten Sie sich bei Ihrer Kalkulation ganz sicher sein, wenn Sie ein Angebot erstellen. Der einzige Fall, in dem Sie im Nachhinein noch etwas an einem Angebot ändern können, sind unvorhergesehene Umstände, etwa, wenn Sie beim Abbau eines alten Bauteils Schimmel entdecken, den Sie zeitaufwendig entfernen müssen.

Was gehört ins Angebot?

Zunächst muss es sich um ein schriftliches Dokument handeln. Das gesagte Wort ist nunmal leider wie Schall und Rauch. Seien Sie so präzise wie möglich. Wie wird der Arbeitsumfang ausfallen, was für und wie viel Material benötigen Sie? Am besten ist Ihr Angebot so genau formuliert, dass außer einer Unterschrift des Auftraggebers nichts mehr fehlt. Ansonsten sollten Sie das Dokument nicht als Angebot abgeben, sondern lieber darauf vermerken, dass das Schriftstück auch weiter unverbindlich ist, bis etwas Genaueres vorgelegt wird. Wichtig sind auch Details, die der Kunde bestimmen muss: Größen, Farben, etc.

Wenn alles klar ist und kalkuliert werden kann, müssen Sie darauf achten, alles ordentlich und übersichtlich zu Papier zu bringen. Persönlich adressiert, mit der korrekten Anschrift und entweder per Post oder als PDF-Datei in einer Email. Von anderen Dateiformaten ist abzusehen, zumal diese je nach Gerät und Betriebssystem falsch dargestellt werden können. Auch beim Stellen einer Rechnung gibt es einiges zu beachten. Wir haben Ihnen Tipps in einem Blogbeitrag zusammengestellt.

Die Unterschrift besiegelt den Auftrag

Was Ihnen nach der Angebotserstellung noch fehlt, ist die Unterschrift des Kunden und damit die Auftragserteilung. Damit der potenzielle Geschäftspartner auch wirklich dabei ist, sollten Sie ihn auf dem Angebot hinweisen, dass er nun am Zug ist. Was sich anbietet, ist eine einzelne noch offene Position, etwa die Farbe eines Bauteils. „Wenn Sie sich für eine der drei Farben entschieden haben, teilen Sie uns dies beim Zustellen des Dokuments mit“, könnte eine Formulierung sein. Meldet sich der mögliche Auftraggeber nicht, hören Sie nach ein paar Tagen freundlich telefonisch nach.

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